Kangasalan kunnan etusivulle

Die Geschichte von Kangasala


Vom steinzeitlichen Dorf zur modernen Gemeinde

Sarsa am Huutijärvi-See in Kangasala ist eine der bedeutendsten vorgeschichtlichen Siedlungen Finnlands. Gleich nach der Eiszeit entstand an der während der Eiszeit geformten Moränenkette eine steinzeitliche Siedlung. Sarsa war von der Steinzeit bis heute, also über einen Zeitraum von 8500 Jahren, stets besiedelt. Im Laufe der Zeit hat sich in Sarsa eine ganz eigene Kultur entwickelt, von der u.a. steinzeitliche Funde aus Textilkeramik zeugen – die sogenannte Sarsa-Keramik.

Sarsa war der bedeutendste Mühlenort der Landschaft Satakunta

Im 16. Jahrhundert hatte sich Sarsankoski bereits zu einem großen Mühlenort entwickelt. In der Nähe befanden sich zwei königliche Gutshöfe. An der Stromschnelle waren sage und schreibe 12 Mühlen entstanden, fünf kleinere Tretmühlen und sieben große Wasserradmühlen.

Im Jahr 1604 trocknete die Stromschnelle aus, weshalb die Mühlen stillstanden und die Müller gezwungen waren, sich einen neuen Lebensunterhalt zu suchen.

Die Besiedlung von Kangasala

Zu Beginn unserer Zeitrechnung verschob sich die Besiedlung allmählich in Richtung des sogenannten Kerngebiets von Kangasala, auf die Landenge zwischen den Seen Längelmävesi, Roine und Vesijärvi.

Die Besiedlung entstand spontan an einem Knotenpunkt der Verkehrswege, die auch wesentlichen Einfluss auf die spätere Entwicklung der Gemeinde hatten. Die Moränen und Seen formen nicht nur ein Landschaftsbild, sondern sie sind auch prägende Teiler für die Besiedlung und die Landwirtschaft, außerdem schaffen sie Kontakte zwischen Menschen und Gegenden.

Gutshöfe und königliche Besucher

Im 18. Jahrhundert wurde Kangasala zu einem beliebten Sommerreiseziel, was unter anderem an den guten Reisewegen lag. Die Gutshöfe wie auch einige weitere größere Bauernhöfe beherbergten Sommergäste, und so wurde Kangasala auch für einige Berühmtheiten zu einem beliebten Urlaubsort. Eines der markantesten Kennzeichen der Gutshöfe waren die schmucken Hauptgebäude sowie die umliegenden angelegten Parks, die so gerne in Bildern und auf Fotografien verewigt wurden. Die Gutsbesitzer veranlassten die Gründung der Pension Kangasalan Lepokoti, die vor allem Künstler angelockt hat.

Königlichen Glanz in die Geschichte von Kangasala brachten Karin Månsdotter (1580-1612), die Witwe Eriks XIV., der ein Sohn des schwedischen Königs Gustav Wasa war, sowie Katarina Hansdotter (1539-1596), die Mätresse seines Bruders Johann III. Karin Månsdotter ließ sich auf dem Gut Liuksiala nieder, und Katarina Hansdotter lebte bis zu ihrem Tod auf dem Gut Vääksy.